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Mehr als Reduce - Reuse - Recycle:
Die 12 „R“ des Zero Waste

Es begann mit den drei „R“ der Zero Waste Bewegung: Reduce – Reuse – Recycle. Je tiefer man jedoch in die Materie eintaucht, umso mehr einzelne Schritte werden sichtbar, die uns letztlich zur Schonung unserer Ressoucen hinführen. Heute ist man deshalb bereits bei 12 „R“ angelangt. (Quelle: thegoodtribe.com)

Reduzieren, wiederverwenden, recyceln – ein System und gleichzeitig eine Hierarchie. Denn wir alle sollten unseren Konsum reduzieren, um von dem immer noch steil ansteigenden Ressourcenverbrauch wegzukommen. Wiederverwendung hält Produkte länger in einem Kreislauf und erhält somit ihren Wert. Erst am Ende sollte Recycling stehen. Vor einiger Zeit haben wir auf vaboe. at hier über die 5 „R“ berichtet: Refuse und Rot wurden zu dem System der 3 hinzugefügt. Doch hier endet es noch nicht. Heute wollen wir ganze 12 „R“ vorstellen – 12 wichtige Schritte, die zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen.

  • REMEMBER: Erinnere dich daran, warum du ein bestimmtes Ding besitzt und wie dein Leben ohne es war; auch daran, was es für dich braucht, um glücklich zu sein.
  • RESPECT:  Respektiere den Wert eines Dinges oder Produkts inklusive aller Ressourcen, die in seine Produktion eingeflossen sind.
  • REFUSE: Verweigere Konsum überall dort, wo er unnötig ist.
  • REDUCE: Reduziere deinen Konsum, vermeide Wegwerfprodukte.
  • REUSE: Verwende Dinge, die du bereits hast, wieder. Tipp: Spende Dinge, die du nicht mehr brauchst, für gemeinnützige Organisationen, etwa RepaNet-Mitglieder. So wird ihre Nutzungsphase verlängert und gleichzeitig ein sozialer Zweck unterstützt.
  • RETURN: Wenn ein Produkt kaputt geht, trägt der Produzent für einen gewissen Zeitraum die Verantwortung. Und diese sollte von den KonsumentInnen auch eingefordert werden.
  • REFILL: Kaufe wiederbefüllbare Produkte. Kaufe in Unverpackt-Läden ein.
  • ROT: Kompostiere biogene Abfälle.
  • RESTORE: Dies bezieht sich auf die Notwendigkeit, dass viele von uns in der Vergangenheit zerstörte Biosysteme wiederaufgebaut werden müssen.
  • REPURPOSE: Verwende Dinge, deren eigentlicher Zweck nicht mehr erfüllbar ist, auf eine neue Art – gib ihnen einen neuen Sinn, zum Beispiel durch Upcycling. Achte dabei darauf, dass das neue Produkt am Ende seiner Lebensdauer sortenrein trennbar ist.
  • REPAIR: Repariere deine kaputt gegangenen Dinge selbst, zum Beispiel in Repair Cafés gemeinsam mit Reparateuren, oder lass sie in Reparaturbetrieben reparieren. Wir haben die Reihenfolge wie im Originalartikel belassen, doch sehen wir diesen Punkt in der Reihung eigentlich direkt nach Re-Use.
  • RECYCLE Recycling wird auch heute noch zu oft als Synonym für nachhaltigen Konsum bzw. Verwertung genannt. Doch man sieht, dass es sich ganz am Ende der Liste befindet, da hier der Produktwert völlig verloren geht, der Materialwert stark schrumpft und zusätzlich meist eine Menge Energie zugeführt werden muss.

Wir sollten uns alle über diese (Nicht-)Handlungsprinzipien Gedanken machen und sie in unseren Alltag integrieren. Und wir laden hiermit alle AbfallberaterInnen dazu ein, über diese 12 Punkte und deren Reihung nachzudenken – und sie in konkreten Projekten umsetzen.

Mehr Infos …

Artikel auf thegoodtribe.com: The 12 Rs of zero waste

VABÖ-News: Das System der 5 „R“ im Biorama-Blog

VABÖ-News: „Too Good To Go“ – Eine essbare Überraschungstüte

VABÖ-News: Klimaschutz nach dem Genussprinzip