Kreislaufwirtschaftsstrategie: Fortschritte bei Ressourcenschonung und Abfallvermeidung

Der zweite Fortschrittsbericht zur österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie dokumentiert die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen in den Jahren 2024 und 2025 und zeigt eine insgesamt positive Entwicklung. Der Ressourcenverbrauch geht zurück, während Ressourcenproduktivität und Zirkularitätsrate steigen. Damit nähert sich Österreich den Zielen einer ressourceneffizienten und klimafreundlichen Wirtschaftsweise an.

Für die Abfallwirtschaft sind diese Entwicklungen besonders relevant, da die Strategie auf die Vermeidung von Abfällen und die effizientere Nutzung von Ressourcen abzielt. Der Bericht macht deutlich, dass die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft nur gelingen kann, wenn Materialien und Produkte möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten werden und der Verbrauch von Primärrohstoffen deutlich sinkt. Neben Recycling werden daher auch Maßnahmen zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung und längeren Nutzung von Produkten als wichtige Handlungsfelder genannt. [

Rohstoffe effizienter nutzen

Der Fortschrittsbericht unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung von Sekundärrohstoffen. Durch deren verstärkten Einsatz können Rohstoffimporte reduziert, Versorgungssicherheit gestärkt und gleichzeitig Umwelt- sowie Klimabelastungen verringert werden. Die Abfall- und Ressourcenwirtschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle, da sie hochwertige Stoffkreisläufe ermöglicht und wichtige Beiträge zur Rohstoffversorgung der Zukunft leistet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau von Monitoring und Datengrundlagen. Zusätzlich zu den bisherigen Zielindikatoren wurde ein erweitertes Indikatorenset entwickelt, das künftig einen umfassenderen Überblick über den Fortschritt der Kreislaufwirtschaft in Österreich ermöglichen soll. Dadurch werden Entwicklungen in den Bereichen Ressourcennutzung, Zirkularität und Abfallaufkommen künftig noch besser messbar.
Auch die öffentliche Förderung unterstützt den Wandel: Im Förderbereich Kreislaufwirtschaft wurden 2024 und 2025 insgesamt 74 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 117,2 Millionen Euro gefördert. Ergänzend dazu werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Ressourcenwende unterstützt. Diese Investitionen tragen dazu bei, innovative Lösungen für Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und Kreislaufführung von Materialien in die Praxis zu bringen.

Aus Sicht des VABÖ zeigt der Bericht, dass die Kreislaufwirtschaft in Österreich zunehmend an Dynamik gewinnt. Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Erreichung der langfristigen Ziele weiterhin konsequente Maßnahmen zur Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und hochwertigen Verwertung erfordert. Die Abfallwirtschaft bleibt dabei ein zentraler Partner für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaftsstrategie in Österreich.